Datenschutzerklärung
Der Schutz personenbezogener Daten besitzt bei ThreatAvoid einen besonders hohen Stellenwert. Als Plattform zur Analyse und Auswertung von Cyberbedrohungen werden Daten ausschließlich im erforderlichen Umfang verarbeitet und nach den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie den geltenden deutschen Datenschutzbestimmungen (BDSG) behandelt.
1. Verantwortlicher & Projektcharakter
Verantwortlich für die Datenverarbeitung auf dieser Webseite und den damit verbundenen Systemen ist der Betreiber dieses privaten Projekts.
Die vollständigen Kontaktdaten (Name und ladungsfähige Anschrift) des Verantwortlichen können Sie direkt aus dem Impressum entnehmen.
Direkter Kontakt zum Projekt:
E-Mail: kontakt@threatavoid.de
Da dieses Projekt als reines, privates Projekt ohne jegliche kommerzielle Absichten oder Monetarisierung betrieben wird, dient die Verarbeitung von Daten ausschließlich Zwecken der IT-Sicherheitsforschung, der Abwehr von Cyberrisiken und der Information der Fachöffentlichkeit.
Fragen zum Datenschutz können jederzeit an die oben genannte E-Mail-Adresse gerichtet werden.
2. Allgemeine Hinweise zur Datenverarbeitung
ThreatAvoid verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich, soweit dies für den Betrieb der Plattform, die Bereitstellung der angebotenen Dienste oder zur Gewährleistung der Sicherheit unserer Systeme erforderlich ist.
Eine Verarbeitung erfolgt ausschließlich auf Grundlage der jeweils einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere Art. 6 Abs. 1 DSGVO. Es erfolgt keine automatisierte Entscheidungsfindung im Sinne des Art. 22 DSGVO.
3. Hosting & Datenverarbeitung in der EU
Diese Plattform wird auf eigenen Servern bzw. angemieteter Serverinfrastruktur innerhalb der Europäischen Union (Deutschland) betrieben. Sämtliche sicherheitsrelevanten Analysen, Datenbanken sowie Threat-Intelligence-Komponenten werden lokal betrieben.
Eine Weitergabe personenbezogener Daten an externe Threat-Intelligence-Anbieter oder Drittstaaten findet standardmäßig nicht statt.
4. Bereitstellung der Website (Server-Logfiles)
Beim Aufruf dieser Webseite werden automatisch Informationen durch den Webserver verarbeitet und in Logfiles gespeichert:
- IP-Adresse des anfragenden Endgeräts
- Datum und Uhrzeit des Zugriffs
- Browsertyp und -version sowie das Betriebssystem
- Referrer URL (die zuvor besuchte Seite)
- Aufgerufene URL / Name der abgerufenen Datei
- HTTP-Statuscode und übertragene Datenmenge
Diese Informationen dienen ausschließlich der technischen Bereitstellung der Webseite, der Fehleranalyse sowie dem Schutz vor Angriffen (z. B. DDoS) auf unsere Infrastruktur.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Berechtigtes interesse an der Betriebssicherheit und reibungslosen Bereitstellung des Dienstes).
5. Kontaktaufnahme per E-Mail
Bei einer Kontaktaufnahme per E-Mail werden die von Ihnen übermittelten personenbezogenen Daten (wie E-Mail-Adresse, Name sowie der Text der Anfrage) ausschließlich zur Bearbeitung und Beantwortung der jeweiligen Anfrage verwendet.
Eine Weitergabe dieser Daten an Dritte erfolgt nicht ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (sofern die Anfrage der Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen oder einem Vertrag dient) oder Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der effizienten Bearbeitung an uns gerichteter Anfragen).
6. Lokale GeoIP-Datenbanken & Reverse DNS (PTR)
Zur geografischen Einordnung von IP-Adressen sowie zur Ermittlung von Hostnames nutzt ThreatAvoid ausschließlich lokal auf den eigenen Servern installierte GeoIP-Datenbanken sowie direkte DNS-Abfragen.
Die Verarbeitung erfolgt wie folgt:
- Lokale Geolokalisierung: Die Zuordnung einer IP-Adresse zu einer Herkunftsregion wird vollständig lokal und offline durchgeführt. Es werden hierbei zu keinem Zeitpunkt Anfragen oder personenbezogene Daten an externe Geolokalisierungs-Dienste oder Drittanbieter übertragen.
- Infrastruktur-DNS-Abfragen (PTR): Die Ermittlung von zugehörigen Hostnames (Reverse DNS Lookup / PTR-Einträge) erfolgt durch direkte Abfragen über die offiziellen, dezentralen DNS-Root-Nameserver bzw. die zuständigen Nameserver der jeweiligen Vergabestellen (RIRs). Auch hierbei wird kein externer Drittanbieter-Auflösungsdienst (wie z. B. kommerzielle API-Anbieter) zwischengeschaltet.
Die gewonnenen Daten dienen ausschließlich der Visualisierung (z. B. in Heatmaps), der statistischen Auswertung sowie der technischen Einordnung sicherheitsrelevanter Ereignisse.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Berechtigtes Interesse an der Analyse, Kontextualisierung und präzisen Einordnung von IT-Sicherheitsrisiken im Rahmen unserer Bedrohungsforschung).
7. ThreatAvoid Sensornetzwerk & Honeypot-Systeme
ThreatAvoid betreibt ein eigenes Netzwerk verteilter Sensoren und speziell abgesicherter Honeypot-Systeme zur Erkennung aktueller Cyberbedrohungen. Diese Systeme simulieren bewusst verwundbare Dienste, um automatisierte Angriffe, Scan-Aktivitäten sowie Einbruchsversuche frühzeitig zu erkennen.
Hierbei werden ausschließlich sicherheitsrelevante Kommunikationsereignisse erfasst, welche unter anderem folgende Informationen enthalten können:
- Quell-IP-Adressen des Angreifers/Scanners
- Zielports und verwendete Netzwerkprotokolle
- Zeitstempel und genauer Zeitpunkt des Angriffs
- Angriffsarten, Muster und ausgeführte Befehle
- Herkunftsregionen (mittels lokaler GeoIP-Datenbank)
- Im Rahmen von Bruteforce-Versuchen übermittelte Zugangsdaten
- Übermittelte Schadcodes, Dateieigenschaften sowie eindeutige kryptografische Datei-Prüfsummen (Malware-Hashes, z. B. SHA-256, MD5) zur Identifikation von Schadsoftware
- E-Mail-Sicherheitsmetadaten (Rspamd): Bei der Erkennung von Spam-, Phishing- oder Mail-Infrastruktur-Angriffen werden technische Kriterien wie Mail-Header-Strukturen, Verbindungsdaten des einliefernden Mailservers, SPF-/DKIM-/DMARC-Validierungsstatus sowie durch Heuristiken generierte Spam-Scores analysiert.
Diese Daten bilden die Grundlage sämtlicher Threat-Intelligence-Analysen der Plattform. Daten über missbräuchlich genutzte Passwörter und Benutzernamen stammen somit ausschließlich aus real beobachteten Angriffsversuchen auf unser Netzwerk. Sie stellen keine real existierenden Benutzerkonten von ThreatAvoid dar, sondern bloße Zeichenfolgen.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Die Verarbeitung dient dem überragenden berechtigten Interesse an der Gewährleistung der IT-Sicherheit, der Abwehr von Cyberangriffen sowie der Bereitstellung valider Bedrohungsdaten für Forschungs- und Sicherheitszwecke im Sinne von Erwägungsgrund 49 der DSGVO.
8. SSH Bruteforce Detection, IOC-Reputation & Correlation Engine
Zur Erkennung koordinierter Angriffskampagnen werden die erfassten Daten automatisiert ausgewertet. Die SSH Bruteforce Detection analysiert wiederkehrende Loginversuche und Verbindungsintervalle.
Die Correlation Engine verknüpft diese Ereignisse über mehrere Sensorstandorte hinweg, um komplexe Muster zu identifizieren. Hieraus berechnet ThreatAvoid für Indicators of Compromise (IOCs) wie z.B. IP-Adressen einen dynamischen Reputationswert basierend auf Häufigkeit, Beobachtungszeitraum und verifizierten Angriffsmustern (Campaign Intelligence).
Diese Auswertungen erfolgen vollständig automatisiert und dienen ausschließlich dem Zweck der Erkennung und Erforschung von Cyberbedrohungen.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Forschungs- und Sicherheitsinteressen zur Abwehr von Cyber-Risiken).
9. Anträge auf Entfernung aus Blocklisten (Delist Requests) & Transparenznachweise
Falls IP-Adressen, Domains oder andere Netzwerk-Artefakte fälschlicherweise (False Positive) oder aufgrund einer bereinigten Kompromittierung in unseren Reputationsdatenbanken oder Blocklisten geführt werden, bieten wir die Möglichkeit eines Löschungs- bzw. Entfernungsantrags (Delist Request) an.
Zur Bearbeitung eines solchen Antrags verarbeiten wir die Angaben des Antragstellers (z. B. IP-Adresse, Begründung der Bereinigung, Kontaktdaten) ausschließlich zur Prüfung, Validierung und Durchführung des Delistings.
Transparenz und Protokollversand: Im Sinne einer maximalen Transparenz versenden wir nach der Prüfung eines Antrags (unabhängig davon, ob dieser bewilligt oder abgelehnt wurde) eine Bestätigungs- bzw. Status-E-Mail an den Antragsteller. Um dem Betreiber des betroffenen Systems eine schnelle Reaktion auf fortlaufende oder zurückliegende Kompromittierungen zu ermöglichen, enthält diese E-Mail die wesentlichen Eckdaten (z. B. Zeitstempel, angegriffene Ports/Dienste) der durch unsere Sensoren registrierten Angriffe. Auf ausdrückliche Anfrage kann zudem ein vollständiges, detailliertes Protokoll der Sicherheitsereignisse im JSON-Format bereitgestellt werden.
Die erhobenen Antrags- und Korrespondenzdaten werden nach Abschluss des Prüfverfahrens gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder eine fortdauernde Missbrauchserkennung zur Absicherung unserer Systeme dagegen sprechen.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Berechtigtes Interesse an der Korrektheit und Datenqualität unserer Bedrohungsdaten, an der Vermeidung von Fehlalarmen für legitime Netzwerkteilnehmer sowie an der Bereitstellung von Sicherheitsinformationen zur Behebung von Systemkompromittierungen beim Betroffenen).
10. Scam-Phone-Datenbank
ThreatAvoid führt eine eigene Datenbank bekannter, betrügerischer Telefonnummern. Die Einträge stammen aus eigenen Analysen.
Die Datenbank dient ausschließlich der Analyse, statistischen Auswertung und der Bereitstellung sicherheitsrelevanter Warnhinweise für die Allgemeinheit.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Berechtigtes Interesse am Schutz von Verbrauchern und Systemen vor betrügerischen Aktivitäten).
11. Visualisierungen (Heatmaps)
Zur grafischen Veranschaulichung der Bedrohungslage erstellt ThreatAvoid geografische Heatmaps. Hierbei werden ausschließlich die zuvor lokal ermittelten Geo-Informationen (siehe Punkt 6) aggregiert verwendet.
Es findet zu keinem Zeitpunkt eine Übermittlung von IP-Adressen oder anderen personenbezogenen Daten an externe Kartendienste oder Drittanbieter statt.
12. Öffentliche API & Downloadbare Blocklisten
ThreatAvoid stellt verschiedene öffentliche API-Endpunkte (u. a. für IP/DNS/WHOIS Lookup, SSL/TLS Analysen und Scam-Nummern) sowie generierte Blocklisten in verschiedenen Formaten (aktuell TXT, JSON; zukünftig geplant: CSV, NDJSON, STIX 2.1, MISP Export, TAXII) zur Verfügung.
Diese Exporte enthalten ausschließlich rein sicherheitsrelevante Artefakte (z.B. bösartige IP-Adressen oder Domains), die im Zuge von Angriffserkennungen identifiziert wurden.
Zur Sicherstellung eines stabilen und missbrauchsfreien API-Betriebs werden Abrufe protokolliert und im Rahmen technischer Schutzmaßnahmen (z. B. Rate-Limiting) ausgewertet.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Berechtigtes Interesse an der Abwehr von Missbrauch und Überlastung der eigenen IT-Infrastruktur).
13. Speicherdauer und Datensicherheit
Personenbezogene Daten (wie Verbindungsdaten in Server-Logfiles oder allgemeine E-Mail-Anfragen) werden nur so lange gespeichert, wie es für den jeweiligen Zweck erforderlich ist, maximal jedoch für 30 Tage. Ausgenommen hiervon sind Daten, für die eine längere gesetzliche Aufbewahrungsfrist vorgeschrieben ist.
Ausnahme für Sicherheitsdaten:
Reine sicherheitsrelevante Ereignisdaten (Angriffsmuster, als bösartig eingestufte IPs, Malware-Hashes) können zur langfristigen Analyse historischer Angriffe, zu statistischen Zwecken sowie zur Aufrechterhaltung der Blocklisten dauerhaft gespeichert oder anonymisiert werden. Nicht mehr benötigte Rohdaten werden regelmäßig automatisiert gelöscht.
Zur Vermeidung von Fehlalarmen (False Positives) und zur Gewährleistung der Datenaktualität nutzt ThreatAvoid ein dynamisches Reputations-Scoring: Sobald von einem gelisteten Indicator of Compromise (IOC) über einen definierten Zeitraum keine neuen Sicherheitsereignisse oder Angriffe mehr registriert werden, verringert sich dessen Reputations-Score schrittweise (Aging/Decay). Unterschreitet der Score einen kritischen Schwellenwert, wird der Eintrag vollständig und automatisch aus den aktiven Blocklisten entfernt.
Alle Daten werden durch umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) nach dem aktuellen Stand der Technik vor unbefugtem Zugriff geschützt.
14. Rechte betroffener Personen
Sie haben als von einer Datenverarbeitung betroffene Person nach der DSGVO folgende Rechte:
- Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO) über Ihre bei uns gespeicherten Daten.
- Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO) unrichtiger oder unvollständiger Daten.
- Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO) Ihrer Daten, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
- Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO).
- Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO).
- Recht auf Widerspruch (Art. 21 DSGVO) gegen eine Verarbeitung, die auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO erfolgt.
Möchten Sie von Ihren Rechten Gebrauch machen, wenden Sie sich bitte formlos per E-Mail an: kontakt@threatavoid.de.
Hinweis zur Identifikation: Da wir aus Sicherheitsgründen standardmäßig keine Nutzerprofile anlegen und IP-Adressen in Systemlogs oft dynamisch vergeben werden, kann eine Auskunft oder Löschung im Einzelfall voraussetzen, dass Sie nachweisen können, Inhaber der entsprechenden IP-Adresse zum fraglichen Zeitpunkt gewesen zu sein (vgl. Art. 11 Abs. 2 DSGVO).
15. Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde
Gemäß Art. 77 DSGVO haben Sie das Recht auf Beschwerde bei einer zuständigen Datenschutz-Aufsichtsbehörde, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gegen die DSGVO verstößt. Sie können sich hierzu an die Aufsichtsbehörde Ihres üblichen Aufenthaltsortes oder des Bundeslandes unseres Sitzes wenden.
16. Änderungen dieser Datenschutzerklärung
Diese Datenschutzerklärung kann jederzeit angepasst werden, um veränderte rechtliche Anforderungen oder funktionale Erweiterungen unserer Plattform (z. B. neue API-Formate) abzubilden. Die jeweils aktuelle Version ist permanent auf dieser Seite verfügbar.
Abschluss
Diese Datenschutzerklärung gilt für alle Dienste und Funktionen der ThreatAvoid-Plattform einschließlich aller angeschlossenen Sensoren, Analyse-Engines und Sicherheitsmodule.